Am 1. November haben die Menschen in Wiesbaden die Wahl, über die Zukunft der Mobilität der Stadt und der Region mitzubestimmen. „Wir stehen vor einer Entscheidung, die unserer Mobilität und unsere Zukunftsfähigkeit über Jahrzehnte hinaus prägen wird“, erklärt Gert-Uwe Mende, Oberbürgermeister der Stadt Wiesbaden. Gemeinsam mit Michael Ebling, Oberbürgermeister der Stadt Mainz, und Frank Kilian, Landrat des Rheingau-Taunus-Kreis, wirbt er für das Jahrhundertprojekt CityBahn.

„Wir möchten, dass die Wiesbadener Bürgerinnen und Bürger eine gute Entscheidung treffen“, so Mende weiter. Dazu werde er in den kommenden Wochen auch persönlich mit vielfältigen Angeboten informieren und die Menschen überzeugen. Informationsmöglichkeiten sind die bereits bekannte DialogBox, die ab sofort am Wiesbadener Hauptbahnhof stehen wird. Es folgen ein Townhall-Meeting am 5. September und eine Vielzahl von Informationsveranstaltungen in den Stadtteilen. „Wir stehen voll hinter der CityBahn als wichtige Basis einer zukunftsfähigen Mobilität. Gemeinsam“, sagt Mende. „Ziel muss es sein, die Bürgerinnen und Bürger in die Lage zu versetzen, auch in Zeiten von Corona- Beschränkungen am 1. November die beste Entscheidung für sich und die Landeshauptstadt zu treffen. Wir haben die einmalige Chance, die Region Wiesbaden-Mainz-Rhein- gau-Taunus nachhaltig zu vernetzten und dabei auf massive Förderungen durch Bund und Land zurückgreifen zu können.“

„Identitätsstiftend für den ganzen Raum“

Die CityBahn vernetze die Region und sei identitätsstiftend für den ganzen Raum, weil sie Wiesbaden in zwei wichtige Richtungen anbinde, nach Mainz und in den RheingauTaunus-Kreis. Damit sei sie mehr als eine Wiesbadener Straßenbahn, sie sei eine Achse für Stadt- und Regionalentwicklung. „Die Investition in die CityBahn dient zudem als zusätzliches Konjunkturprogramm für die regionale Wirtschaft. Auch das ist gerade in der aktuellen Situation mit Blick auf die Corona-Pandemie wichtiger als je zuvor“, so Mende weiter.

Mainz wachse ebenso wie Wiesbaden. Jedes Jahr kämen rund 2.000 Menschen hinzu, die dort leben, wohnen und arbeiten wollen. „Unsere wachsende Stadt braucht Antworten auf die Frage, wie der Verkehr der Zukunft aussehen kann, wie sich Staus vermeiden lassen, wie die Menschen zur Schule, in die Hochschule, zur Arbeit zum Einkaufen oder zum Besuch auf dem Wochenmarkt kommen. Und wir müssen auch die Frage beantworten, wie wir die Luftqualität verbessern können. Im Kern geht es bei diesen Fragen darum, wie wir Verkehrsinfrastruktur und Lebensqualität in all ihren Facetten verbinden können“, sagt Michael Ebling, Oberbürgermeister der Stadt Mainz.

„Mainz darf nicht isoliert betrachtet werden“

Mobilität müsse grundlegend neu gedacht und zukunftsfähig gemacht werden. „Dabei können wir die Stadt Mainz nicht mehr isoliert betrachten, sondern müssen zusammenhängend und großräumig denken. Mir ist es wichtig, dass unsere Verkehrsplanung abgestimmt mit Rheinhessen und Wiesbaden erfolgt. Prioritäten dabei müssen Nachhaltigkeit, Bezahlbarkeit, Sicherheit und Luftreinhaltung als übergeordnete Ziele haben.“ Alle Verkehrsträger sollen berücksichtigt werden, auch der Lieferverkehr und der ruhende Verkehr. Der ÖPNV müsse weiter Vorrang bekommen und gestärkt werden. Der Fahrradverkehr solle weiter ausgebaut werden, so Ebling weiter.

„Für den Rheingau-Taunus-Kreis ist die CityBahn das mit Abstand wichtigste Verkehrsinfrastrukturprojekt. Wir stehen zu dem Projekt und sehen darin die einmalige Chance, den Kreis und seine rund 70.000 Bewohnerinnen und Bewohner verkehrlich wieder besser an die Zentren anzubinden“, sagt Frank Kilian, Landrat des Rheingau-Taunus-Kreises. Viele der Menschen im Kreis arbeiteten in Wiesbaden, Mainz oder Frankfurt und müssten täglich pendeln. Einen großen Teil dieser Verkehre wolle er auf die Schiene bringen. „Nur mit der Bahn lassen sich die Verkehrsprobleme, die noch deutlich zunehmen werden, lösen. Wiesbaden darf das Umland nicht vergessen“, so Kilian weiter. Auch im Rheingau-TaunusKreis werde es Informationsveranstaltungen zur CityBahn geben. Derzeit laufen die Baugrunduntersuchungen entlang der Aartalstrecke bis nach Bad Schwalbach.