Wiesbadens „Historisches Fünfeck“ wurde von Prof. Petra K. Schäfer in Hinblick auf Wirtschaftsverkehre untersucht.

Mit Blick auf das „Historische Fünfeck“ Wiesbadens analysierte Professorin Dr.-Ing. Petra K. Schäfer die Wirtschaftsverkehre der Landeshauptstadt, die weitgehend durch die Belieferung des Einzelhandels und durch Gewerbetreibende entstehen. Ihr Fazit: Die hohe Verdichtung sowie unterschiedliche Nutzungsansprüche und Verhaltensweise von Unternehmen, Einzelhändlern und Zulieferern sorgen für Konfliktsituationen. Hier sieht Professorin Schäfer immensen Handlungsbedarf, verdeutlichte jedoch, dass Vorurteile gegenüber den Paket- und Kurierdiensten fehl am Platz seien. Im Untersuchungszeitraum belief sich der Anteil der Fahrzeuge von Lieferanten auf 14 Prozent, von Taxiunternehmen und Handwerkern auf je sechs Prozent. Kurier-, Express- und Paket-Dienste machten hingegen nur fünf Prozent und der restliche Wirtschaftsverkehr drei Prozent aus. Drei Prozent der Fahrzeuge in Wiesbadens Innenstadt konnten nicht zugeordnet werden. Das Gros der Fahrzeuge – immerhin 63 Prozent – waren private Autos.

Auch den Parkverkehr hat das Team von Professorin Schäfer untersucht. Mehr als die Hälfte aller Parkvorgänge erfolgt auf der Fahrbahn, so das Ergebnis der Studie. 1022 Fahrzeuge und Räder wurden bei der Untersuchung in der Innenstadt erfasst: 574 davon (56 Prozent) parkten auf dem Fahrstreifen und nur 293 (29 Prozent) auf den dafür vorgesehenen Flächen. 14 Prozent blockierten Gehwege und insgesamt elf Mal wurde auf Fahrradinfrastruktur und Zweiräderparkständen geparkt.