Dipl.-Ing. Ina-Marie Orawiec zeigte zum Auftakt des Leitbildentwicklungsprozesses die Diskrepanz von Wunsch und Machbarkeit in der Stadtplanung auf.

„Der Stadtplaner will ein Grundstück dauerhaft besetzen und die Straße will genau das Gegenteil, sonst funktioniert sie nicht.“ Architektin und Stadtplanerin Ina-Marie Orawiec verdeutlichte in ihrem Impulsvortrag die oftmals vorherrschende Diskrepanz zwischen Wunsch und Machbarkeit. Wünschenswerte Mobilitätslösungen und die vorhandenen baulichen Gegebenheiten machten es oftmals schwer, Pläne zu realisieren.

Dieser Grundkonflikt müsse aufgelöst werden und in den Städten Orte geschaffen werden, die Mobilität nicht mehr erfordern.

Stadt und Mobilität bedeuteten einen „ewigen Kampf zwischen Ort und Zeit“. In Wiesbaden sei der Wunsch nach Attraktivität gleichermaßen groß wie der Wunsch nach bequemer Erreichbarkeit aller innerstädtischen Punkte und peripherer Ziele.

Hier könnten die vier Megatrends Urbanisierung Vernetzung, Gesundheit und Sicherheit Anhaltspunkte für eine Lösung der Wiesbadener Mobilitätsprobleme bereithalten, betonte Orawiec.