Prozess

Der Leitbildprozess vermittelt und vernetzt Wissen. Während der gemeinsamen Entwicklung des Leitbildes informieren jedoch nicht nur renommierte Referenten die Interessengruppen, Institutionen und Unternehmen. Im Gegenteil! Die Prozessteilnehmer als Vertreter der Wiesbadener Bevölkerung teilen ihr Wissen und ihre Erfahrungen untereinander und sensibilisieren sich durch das Gespräch miteinander gegenseitig für Mobilitätsthemen. Der Leitbildprozess wird sach- und lösungsorientiert, ergebnisoffen, überparteilich sowie klar verständlich geführt und für die Öffentlichkeit detailliert dokumentiert.

Aus diesem Grund werden hier im Verlauf des Prozesses in regelmäßigen Abständen News und Fakten, Prozess-Inhalte und -Mitschnitte, Vorträge und Hintergrundinformationen veröffentlicht.

Hintergrund

Zu Beginn der Auftaktveranstaltung führte Mobilitätsexperte Prof. Dr. Andreas Knie die Teilnehmer in die Thematik des Leitbildprozesses ein. Seine Kolleginnen im wissenschaftlichen Beirat, Prof. Dr.-Ing. Petra K. Schäfer (Mitte) und Dipl.Ing. Ina-Marie Orawiec, zeigten in Impulsvorträgen die breitgefächerten Möglichkeiten des Entwicklungsprozesses auf.

Mehr als 60 Vertreter der wichtigsten Wiesbadener Interessengruppen nahmen am 25. Juni 2019 an der Auftaktveranstaltung zum Mobilitätsleitbild teil. Als Mitglieder von Wirtschaft, Vereinen, Verbänden und Initiativen sind sie auf Einladung von ESWE Verkehr aufgerufen, in einer konzentrierten Form der Bürgerbeteiligung das Leitbild zu erstellen. Dieses soll die verkehrliche Entwicklung Wiesbadens in den nächsten fünf bis 15 Jahren abbilden.

Stadtrat Andreas Kowol dazu: „Die Mobilität in der Region verändert sich. Diesen Wandel wollen wir gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern gestalten.“ Wichtig sei, die Leitlinien im Verlauf eines Prozesses aus der Mitte der Gesellschaft heraus zu entwickeln. Auch künftige Entwicklungen wie die E-Mobilität und das autonome Fahren müssten im Verlauf des Prozesses untersucht werden und als Ideen in das Leitbild einfließen, ergänzt ESWE Verkehr-Geschäftsführer Hermann Zemlin.

Ferner stellte sich der wissenschaftliche Beirat in kurzen Impulsen den Teilnehmern vor.

Vier Megatrends als Basis

 

Für das Wiesbadener Mobilitätsleitbild wurden die vier Megatrends Urbanisierung, Vernetzung, Gesundheit und Sicherheit als Basis definiert. Sie ermöglichen einen Blick über den lokalen Tellerrand und eröffnen die Chance, ergebnisoffen Visionen für die hessische Landeshauptstadt zu diskutieren und Machbarkeiten zu ermitteln. Für jedes der vier Symposien im Verlauf der Entwicklung des Wiesbadener „Mobilitätsleitbildes“ sind sie jeweils Hauptthema.

Die Anforderungen und der Bedarf an Mobilität wachsen kontinuierlich. Unterschiedlichste Formen der Mobilität werden auf ihre Kompatibilität untereinander und mit bestehenden Strukturen – ob in der Stadt oder auf dem Land – geprüft. Die Erwartung des Menschen, der Lösungsvorschläge „von Tür zu Tür“ einfordert, führt hin zu einer Multimobilität.

Mobilität

 

Während Mobilität im Entwicklungsprozess „Mobilität 365°“ übergeordnet ist und unter ihr die Megatrends Urbanisierung, Vernetzung, Gesundheit und Sicherheit subsumiert sind, steht sie innerhalb der zwölf Megatrends mit allen elf Trends auf einer Ebene.

Die Anforderungen und der Bedarf an Mobilität wachsen von Jahr zu Jahr und bringen die Notwendigkeit mit sich, unterschiedlichste Formen der Mobilität auf ihre Kompatibilität untereinander und mit bestehenden Strukturen – ob im städtischen oder ländlichen Raum – zu prüfen. Die Erwartung des Menschen führt hin zu einer Multimobilität, die Lösungsvorschläge „von Tür zu Tür“ einfordert. Andere Megatrends wie die Vernetzung oder Urbanisierung stehen in direkter Verbindung mit diesen hohen Erwartungen und zeigen damit auch die veränderten Bedürfnisse der Menschen auf. Gleichzeitig sorgen diese Bedürfnisse und Erwartungen zusammen mit der Entwicklung immer neuer Technologien und technischer Innovationen dafür, dass die Entwicklung der Fortbewegung immer schneller voranschreitet.

Urbanisierung

Großstädte erleben aktuell (weltweit) einen immensen Bevölkerungszuwachs. Immer mehr Menschen leben in Städten; eine Tatsache, die Städte gleichermaßen zu den wortstärksten Akteuren wie auch gezwungenermaßen größten Problemlösern der immer stärker globalisierten Welt macht.

Experten sehen in Städten aber mehr. Städte sind für sie die Orte, an denen der Wandel von Lebensräumen am besten dokumentiert, begriffen und Lösungen erarbeitet werden können.

Auch Wiesbaden wächst. In den vergangenen beiden Jahrzehnten ist die Einwohnerzahl der Landeshauptstadt um 20 000 gestiegen; Neubaugebiete und der Zuzug neuer Bürger werden die Landeshauptstadt in naher Zukunft auf über 300 000 Einwohner wachsen lassen. Wie kann Wiesbadens Mobilität mit diesem Wachstum Schritt halten und wie werden neue Lebensräume an das bestehende Straßennetz angebunden? Wie werden Wohnen und Arbeiten im Stadtraum miteinander vernetzt? Der Megatrend Urbanisierung findet aufgrund dieser Fragen als essenzieller Bestandteil Einzug in den Prozess „Mobilität 365°“.

Das Wachstum bringt fantastische Chancen mit sich: Städte wie Wiesbaden können zu Vorreitern in Hinblick auf Städtebau, Verkehrsplanung und Problemlösung werden. Durch neue technische Möglichkeiten entstehen dank der Vernetzung von Urbanisierung und Mobilität Lebens- und Denkweisen, die nach ihrer Realisierung Best-Practice-Beispiele liefern können.

 

 

Konnektivität

Den stärksten Wirkungsgrad aller aktuellen Megatrends hat die „Konnektivität“ beziehungsweise Vernetzung. Sie ist derzeit das Leitprinzip des gesellschaftlichen Wandels und begründete damit eine neue Ära der Gesellschaftsevolution.

Auslöser sind digitale Kommunikationstechnologien, die das Leben der Menschen grundlegend verändert und damit sogar neue Lebensstile geschaffen haben und Verhaltensmuster entstehen ließen. Dies führte und führt zu einem fundamentalen Umbruch der Gesellschaft, deren Mitglieder nun gleichermaßen Technik- wie Netzwerkkompetenzen für das private und berufliche Leben benötigen. Solche Kompetenzen sind auch für Unternehmen unerlässlich, um den digitalen Wandel nicht nur zu verstehen, sondern mit den durch ihn angehobenen Anforderungen der globalisierten Welt Schritt zu halten.

Vernetzung findet in punkto Mobilität auf verschiedenen Ebenen statt. Das Bedürfnis nach Vernetzung kann sich darin zeigen, dass Mobilitätsangebote und Verkehrsträger besser aufeinander abgestimmt werden. Verkehrslösungen beginnen künftig an der Haustür jedes Einzelnen. Dazu braucht es neue technische Voraussetzungen. Die zunehmende Digitalisierung wird neue Lösungen bringen, sodass bereits heute über das Smartphone Transportmittel ermittelt und gebucht werden können, um den Verkehrsteilnehmer „von Tür zu Tür“ – also vom Startpunkt bis zum Ziel – zu bringen. Neue Verkehre werden in der Zukunft entstehen, die viel mehr auf die Bedarfe jedes Einzelnen abgestimmt sind als heute. Dass dieser „Verkehr on Demand“ auch in Wiesbaden optimal bedient werden kann, ist Inhalt des Leitbildprozesses.

Gesundheit

Als Synonym für gutes Leben ist der Megatrend Gesundheit ein zentrales Ziel der Menschheit. Gesundheit hat entscheidenden Einfluss auf Kultur und Gesellschaft.

Der Mensch kann sich in der hoch digitalisierten Welt durch die freie Verfügbarkeit von Informationen im Internet mittlerweile ein fundiertes Bild über wissenschaftliche medizinische Zusammenhänge verschaffen und stellt in Folge dessen immer höhere Forderungen an die Gesellschaft, ihre Infrastrukturen und Gesundheitsunternehmen.

Längst ist der Wunsch nach einem gesunden und langen Leben zur festen Erwartung geworden. Gesundheit sollte der Normalzustand sein, so die Meinung des Menschen. Ein gesunder Mensch ist dementsprechend ein zufriedener Mensch.

Bis ins hohe Alter hinein möchte der Mensch selbstbestimmt am öffentlichen Leben teilhaben und kann sich diesen Wunsch aufgrund der gestiegenen Gesundheitsstandards auch erfüllen. Der Wunsch nach Selbstbestimmung und Teilhabe am öffentlichen Leben wiederum führt zu neuen Anforderungen an Mobilität und Erreichbarkeit. Barrierefreiheit und eine Mobilität, die an der Haustür anfängt, sind selbstverständliche Wünsche einer in der Konsequenz älter werdenden Gesellschaft.

Wie diese Forderungen älterer Wiesbadener Bürgerinnen und Bürger erfüllt werden können, wird ebenso in den Entwicklungsprozess des Mobilitätsleitbildes einfließen wie die Themen Luftverschmutzung und -reinhaltung.

 

Sicherheit

Kriege, Katastrophen, Kriminalität, Karambolagen und mehr… Sicherheit ist als tagtäglich in den Medien präsenter Megatrend geradezu greifbar. Aufgrund der Informationsflut über Verbrechen oder Naturkatastrophen sowie der Unsicherheit der Bevölkerung ob der Risiken der Digitalisierung und der Automatisierung von Arbeitsplätzen ist der Mensch verunsichert. Die objektive Wahrnehmung wird zudem durch Fake News in sozialen Medien getrübt. Das Bedürfnis nach persönlicher Sicherheit beherrscht als logische Folge das Denken und Empfinden vieler Menschen.

Viele Experten bezeichnen die Gegenwart parallel als die sicherste aller Zeiten, trotz aller Negativschlagzeilen. Wie sicher ist die Welt jedoch wirklich? Wird Sicherheit nicht einfach nur subjektiv wahrgenommen? Tatsache ist: Der Mensch wünscht sich seit jeher Sicherheit – heute ebenso wie vor 10, 100 oder 1000 Jahren. Sie ist ein Grundbedürfnis. Die Beschaffenheit der Wünsche hat sich im Lauf der Jahrhunderte geändert – von der Hoffnung auf eine gute Ernte hin zu Datensicherheit oder Sicherheit im Straßenverkehr.

Laut World Health Organization gehören Verkehrsunfälle zu den weltweit zehn häufigsten Todesursachen. Auch in Wiesbaden gibt es Jahr für Jahr Unfälle mit tödlichem Ausgang – zuletzt sieben im Jahr 2018. Übergeordnet wird daher im Leitbildprozess auch die Frage diskutiert, wie der Straßenverkehr in und um Wiesbaden in seiner Gesamtheit sicherer gestaltet werden kann.

Sicherheit spielt in alle Lebensbereiche des modernen Menschen und stellt daher einen der tragenden  vier Megatrends im Leitbildprozess „Mobilität 365°“ dar.

 

 

Ablauf

Der Prozess zum Wiesbadener Mobilitätsleitbild gliedert sich in drei Teile: Symposien, Workshop und Bürger-Forum.

Nach der Auftaktveranstaltung am 25. Juni 2019 sind vier Symposien angesetzt. Es folgen ein Workshop und ein abschließendes Bürger-Forum.

Aufgabe der Auftaktveranstaltung waren neben der Vorstellung und Abstimmung des Prozesses, seiner Teilnehmer und des Wissenschaftlichen Beirates inklusive möglicher Themengebiete auch die Definition der „Spielregeln“ sowie eine erste Beteiligung der anwesenden Interessengruppen in Form von Wortmeldungen. Hier sollte zunächst grob umrissen werden, welche Wünsche und Vorstellungen aus Reihen der Beteiligten in das Leitbild einfließen sollen.

Experten

 

Die Entwicklung des „Mobilität 365°“-Leitbildes wird von Experten aus unterschiedlichen Fachgebieten begleitet.

Ein dreiköpfiger wissenschaftlicher Beirat moderiert den Prozess und die Veranstaltungen und führt die Ideen und Wünsche der Teilnehmer zusammen.

Vier Symposien bringen die Vertreter der Interessengruppen auf einen einheitlichen Kenntnisstand. Die Symposien werden durch Impulsvorträge renommierter Experten eröffnet, die in ihren jeweiligen Fachvorträgen den Fokus auf die Bedeutung der Megatrends Urbanisierung, Konnektivität, Gesundheit und Sicherheit legen.

Wissenschaftlicher Beirat

 

Der wissenschaftliche Beirat des Leitbildprozesses bestehend aus Professor Dr. Andreas Knie, Professorin Dr.-Ing. Petra K. Schäfer sowie Dipl.-Ing. Ina-Marie Orawiec, hat die Aufgabe, die Symposien inhaltlich vorzubereiten, zu begleiten und Referenten zu identifizieren, die im Leitbildprozess wichtige Impulse setzen können. Ferner fasst der Beirat nach dem Workshop die Arbeitsergebnisse der Teilnehmer wissenschaftlich fundiert und unter Einbeziehung der Studien aus Wiesbaden zusammen. Der Beirat deckt mit den Kompetenzen seiner Mitglieder unter anderem die Themenbereiche Mobilitätsentwicklung, Innovationen im Verkehr, Logistik und Wirtschaftsverkehre sowie Stadtbau und Städteplanung ab.

Ergänzt wird dieses Know-how durch faktenbasierte Untersuchungen. Diese Leistungen wurden über die Hessische Ausschreibungsdatenbank (HAD) ausgeschrieben. Gewonnen hat die Planungsagentur dmo.

Prof. Dr. Andreas Knie

Prof. Dr. Andreas Knie ist seit 2017 Leiter der Forschungsgruppe Wissenschaftspolitik am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung und „Chief Scientific Officer“ der Choice GmbH. Von 2006 bis 2018 war er Geschäftsführer des Innovationszentrums für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ), einem Unternehmen der Deutschen Bahn, des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) sowie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). In seiner beruflichen Laufbahn hat Professor Knie zahlreiche Mobilitätsprojekte entwickelt und umgesetzt wie beispielsweise die Themen Call-a-bike für die Deutsche Bahn, Car-Sharing oder Autonomes Fahren am Euref-Campus.

Knie ist heute ein gefragter Experte und berichtet in zahlreichen Medien – unter anderem ARD, ZDF, Deutschlandradio, etc. – über die Herausforderungen des Mobilitätswandels. Seine Liste von Veröffentlichungen rund um Mobilität umfasst über 70 Seiten. Er gilt daher als einer der einflussreichsten Meinungsbildner in der Thematik.

Prof. Dr.-Ing. Petra K. Schäfer

Prof. Dr.-Ing. Petra K. Schäfer

Prof. Dr.-Ing. Petra K. Schäfer ist seit 2007 Professorin für Verkehrsplanung an der Frankfurt University of Applied Science. Ihr Forschungsbereich ist die Umsetzung nachhaltiger Mobilität. Im Verlauf des Forschungslabors „ReLUT – Research Lab for Urban Transport” hat sich ein interdisziplinäres Team auf die Entwicklung von wirtschaftlichen, ökologischen und logistischen Lösungen für die Liefer- und Frachtdienste in Städten konzentriert. Elektromobilität und Last-Mile-Konzepte spielten hier eine wichtige Rolle.

Zuletzt untersuchte Professorin Schäfer auch die Wirtschaftsverkehre in der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Dipl.-Ing. Ina-Marie Orawiec

Dipl.-Ing. Ina-Marie Orawiec

Dipl.-Ing. Ina-Marie Orawiec ist Geschäftsführerin des Büros OX2architekten aus Aachen. Sie hat sich durch unkonventionelle Designkonzepte in der Architektur und innovative Lösungsansätze in der Stadtplanung einen Namen gemacht. Unter anderem unterrichtete sie Urban Planning and Urban Development an der (EBS) European Business School, Universität für Wirtschaft und Recht. Sie wirkt regelmäßig als Fachpreisrichterin in Wettbewerben mit, konzeptioniert und kuratiert Kunst- und Kulturveranstaltungen zur digitalen Transformation, Konnektivität und Mobilität.

Das Büro OX2architekten hat zahlreiche Verkehrsbauten realisiert und Stadtplanungsprojekte erfolgreich begleitet.

 

 

Referenten Symposium 1

Dr. Johanna Hoerning

Dr. Johanna Hoerning

Dr. Johanna Hoerning lehrt Stadt- und Raumsoziologie sowie politische Soziologie an der TU Berlin in den Studiengängen Soziologie sowie Stadt- und Regionalplanung. Sie promovierte zu Raum, Planung und Alltag in brasilianischen Groß- und Megastädten an der Goethe-Universität Frankfurt. Ihre aktuelle Forschung beschäftigt sich mit den Zusammenhängen zwischen städtischer, nationaler, europäischer und globaler Ebene im Kontext von Wohnungs- und Asylpolitik.

Hoerning ist Mitherausgeberin der online-Zeitschrift „sub\urban“ (www.zeitschrift-suburban.de) sowie der Buchreihe „Raumproduktionen“.

Dipl.-Wirt.-Ing. Camillo Huber-Braun

Dipl.-Wirt.-Ing. Camillo Huber-Braun

Camillo Huber-Braun, Jahrgang 1975, studierte in Darmstadt Architektur und an der TU Freiburg Wirtschafsingenieurwesen mit Fachrichtung Bau. Nach Abschluss seines Studiums wurde er 2008 in Bayern zum Regierungsbaumeister ernannt.

Von 2008 bis 2011 war Camillo Huber-Braun Abteilungleiter im Staatlichen Bauamt Schweinfurt und übernahm anschließend die Leitung des Fachdienstes Planen, Bauen, Umwelt der Stadt Langen. 2013 wechselte Huber-Braun als Dezernatsleiter ins Regierungspräsidium Darmstadt. Seit 2018 ist er Leiter des Stadtplanungsamtes der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Prof. Dr.-Ing. Martin Haag

Prof. Dr.-Ing. Martin Haag

Prof. Dr.-Ing. Martin Haag arbeitete nach dem Studium zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Verkehrswesen der Universität Kaiserslautern. Dort promovierte er 1996 zum Thema „Notwendiger Autoverkehr in der Stadt“. Er kam 1995 zur Stadt Freiburg im Breisgau als Leiter der Generellen Planung ÖPNV. 1997 wurde er Leiter der Projektgruppe „Integriertes regionales Nahverkehrskonzept Breisgau-S-Bahn 2005“ des Zweckverbandes Regio-Nahverkehr Freiburg (ZRF)  und war von 2000 bis 2010 Geschäftsführer der Regio-Verbund GmbH.

Ab 2000 war Martin Haag Leiter des Tiefbauamtes (seit 2006: Garten- und Tiefbauamt) der Stadt Freiburg mit den Aufgabenbereichen Gesamtverkehrskonzeption der Stadt Freiburg, Planung und Bau von Verkehrswegen für Individualverkehr, öffentlichen Verkehr und Grünflächen sowie Planung, Bau und Unterhaltung aller öffentlichen Straßen und Platzräume.

Von 2007 bis Dezember 2010 war er Lehrstuhlinhaber und Leiter des Instituts für Mobilität & Verkehr (imove) an der TU Kaiserslautern.

Seit dem 1. Januar 2011 ist Martin Haag Bürgermeister der Stadt Freiburg im Breisgau. Im Dezernat sind die Abteilungsbereiche Stadtentwicklung, Stadtplanung, Bauen und Verkehr angesiedelt.

Er ist Mitglied im Bau- und Verkehrsausschuss des Deutschen Städtetags und Vorsitzender des Bauausschusses des Städtetags Baden-Württemberg. Martin Haag ist Mitglied der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL), des Architekturforums Freiburg, des Oberrheinischen Architekten- und Ingenieurvereins sowie der Mitgliederversammlung der Region Freiburg.