Mobility Map

Das Mobilitätsleitbild umsetzen

Ideen für Wiesbaden

 

Vertreter*innen aus rund 80 eingeladenen Wiesbadener Organisationen haben das Mobilitätsleitbild für die Stadt Wiesbaden erarbeitet. Nun geht es daran, die formulierten Ziele in weitere konkrete Maßnahmen zu übersetzen. Die weiteren Ideen der Leitbild-Teilnehmer*innen sowie die Vorschläge, die von Wiesbadener Bürger*innen über Facebook oder per E-Mail eingegangen sind, übertragen wir hier in unsere Mobility Map 365°. Die Vorschläge werden vom städtischen Dezernat für Umwelt, Grünflächen und Verkehr geprüft und bewertet. Das Ergebnis veröffentlichen wir nach Abschluss der Prüfung.

Wir bitten um Verständnis für die Zeit, die die Prüfung der Vorschläge in Anspruch nimmt. Wir freuen uns über viele weitere Ideen, die wir gerne per E-Mail unter mobilitaetsleitbild@wiesbaden.de entgegennehmen. Einzige Voraussetzung ist, dass der Vorschlag nicht im Widerspruch zum erarbeiteten Mobilitätsleitbild steht.

Der gesamte Leitbild-Text ist hier zu finden.

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1 | P+R Parkplatz Kahle Mühle

Aus dem Mobilitätsleitbild:

„Durch Park-und-Ride-Anlagen an der Stadtgrenze und einer Anbindung mit Shuttles oder den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Arbeitgeber kann der Durchgangsverkehr reduziert werden. Hier sollen sich die Arbeitgeber aktiv einbringen. Auch eigene Shuttleangebote großer Arbeitgeber zu den Wohnstandorten wären eine Option.“ (Leitbild, Seite 7)

 

Umsetzung:

Das Stadtparlament hat beschlossen, dass der P+R-Parkplatz Kahle Mühle für 1,7 Millionen Euro erweitert und umgebaut wird. So entstehen 65 zusätzliche Stellplätze für Pendler (insgesamt dann 250 Stellplätze), eine bessere Beleuchtung, neue Flächen zum Abstellen von Fahrrädern, Ladestationen für E-Autos  und die Barrierefreiheit wird verbessert.

 

Status:

Kurz vor der Umsetzung.

2 | Fußgängerüberweg Hauptbahnhof

Aus dem Mobilitätsleitbild:

„Es ist Fußgängern zu ermöglichen, Straßen in einem Zug und ohne Wartezeit auf der Mittelinsel sicher zu überqueren. Das darf auch zu Lasten des Autoverkehrs umgesetzt werden.“ (Leitbild, Seite 6)

Umsetzung:

Die Verbreiterung und Verlängerung der Mittelinsel auf dem 1. Ring vor dem Hauptbahnhof, eine der meistfrequentierten Fußgängerverbindungen der Stadt, ist am Mittwoch, 20. Mai, fertiggestellt worden. Die Mittelinsel wurde um eine komplette Spur in Richtung Hauptbahnhof verlängert, sodass über die Ampel nun weniger Verkehrsspuren zu überqueren sind. Außerdem wurde die Aufstellfläche verbreitert, sodass Fußgänger und Radfahrer an der Ampel mehr Platz haben. Insgesamt wurde die zur Verfügung stehende Fläche um 50 Prozent erhöht.
„Täglich müssen Tausende über den 1. Ring, um am Hauptbahnhof ihre Bahnen oder Busse zu erreichen. Wer dazu schon einmal zur Rush Hour die Verkehrsinsel als Zwischenstopp genutzt hat, weiß, wie knapp der Raum für Fußgängerinnen und Fußgänger bemessen war. Die taktilen Folien, die für die Wegeführung blinder und sehbehinderter Menschen wichtig sind, wurden im Juli aufgebracht.
Die Verkehrssituation macht es an der Stelle, auch mit digitaler Ampelschaltung, nicht möglich, dass Fußgänger alle Fahrspuren in einem Zug überholen. Daher war die Verbreitung der Mittelinsel die beste Option, die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern zu verbessern.

Status:

Umgesetzt.

3 | Umweltspur 1. Ring

Aus dem Mobilitätsleitbild:

„Die Fahrspuren für den MIV auf dem ersten Ring müssen reduziert werden.“ (Leitbild, Seite 10)

„Extratrassen sollten für den ÖPNV eingerichtet werden, um für mehr Schnelligkeit und Zuverlässigkeit zu sorgen. Bussignalisierungen sollen dort eingeführt werden, wo sie noch nicht vorhanden sind.“ (Leitbild, Seite 14)

„Die Aufteilung des Straßenraums muss neu überdacht werden. Ein Problem ist, dass Busse entweder keine eigene Fahrspur haben oder die Fahrspur von „Wildparkern“ blockiert wird. So bedarf es einer eigenen ÖV-Trasse, auch zu Lasten des Autoverkehrs.“ (Leitbild, Seite 14)

„Die Hauptfahrradrouten sind besser auszubauen, um die Reisegeschwindigkeit und die Sicherheit der Nutzer zu erhöhen…“ (Leitbild, Seite 6)

„Breite Straßen sind besser aufzuteilen, um den Radverkehr sicher zu führen. Von Fußwegen getrennte Radwege erhöhen auch die Sicherheit von Fußgängern. Radfahrer sollen nicht in die Situation kommen, auf Gehwege auszuweichen.“ (Leitbild, Seite 6)

 

Umsetzung:

2020 erhält der 1. Ring in beiden Richtungen durchgängige Umweltspuren, vom Sedanplatz bis zum Stadion an der Berliner Straße. Diese Umweltspuren dürfen nur von Bussen und Fahrrädern genutzt werden, zusätzlich entsteht in der mittleren Baumallee vom Westend bis zum Landehaus ein durchgängiger Weg für Fußgängerinnen und Fußgänger, der von Fahrradfahrenden mitgenutzt werden kann. Ziel dieser zentralen Maßnahme aus dem hessischen Luftreinhalteplan für Wiesbaden ist eine deutliche Verbesserung der Luftschadstoff-Situation in der Innenstadt bei einer gleichzeitigen Verflüssigung des Innenstadtverkehrs während der Stoßzeiten.

Pünktliche Busse
Dazu ist es notwendig, den täglichen PKW-Verkehr aus dem Innenstadtbereich teils zu verlagern und teils durch Fuß- und Radverkehr sowie eine stärkere Nutzung des ÖPNV zu ersetzen. Derzeit befahren pro Wochentag rund 66.000 Autos den 1. Ring. Das bedeutet mitten in der Wiesbadener Innenstadt eine ständige PKW-Dichte wie auf der A66, mit entsprechenden Beeinträchtigungen der Luftqualität und zu hoher Lärmbelastung für die Anwohnerinnen und Anwohner.

Entlastung von Durchgangsverkehr
Um die Innenstadt vom Durchgangsverkehr zu entlasten, wird der Verkehr am Dürerplatz und an der Berliner Straße verstärkt auf den 2. Ring und das übergeordnete Bundesfernstraßennetz gelenkt werden. Diese Zufluss-Dosierungen in Richtung Innenstadt erfolgen dynamisch anhand der jeweiligen Belastungssituation. Dies wird durch die neue digitale Verkehrssteuerung DIGI-V möglich, die das Tiefbau- und Vermessungsamt der Landeshauptstadt zusammen mit Siemens in einem bundesweiten Referenzprojekt aufbaut. DIGI-V misst sowohl Verkehrs- als auch Umweltdaten und ermöglicht eine flexible Reaktion auf die Messwerte. In der Berliner Straße entsteht in diesem Zusammenhang eine neue Ampelanlage, die den Busverkehr bevorrechtigt. Ohne den Einsatz modernster digitaler Verkehrstechnik wäre eine Neuordnung der Verkehrsströme und des Verkehrsraumes sehr viel schwieriger. So wird eine dynamische Steuerung möglich, die der Komplexität der Verkehrs- und Umweltsituation Rechnung tragen kann.
Mit der Einrichtung der Umweltspuren werden auch die Kreuzungsbereiche der großen Zubringerstraßen neu geordnet. Dies betrifft die Dotzheimer Straße, die Schiersteiner Straße, die Rheinstraße und die Biebricher Allee, wo die verschiedenen Verkehrsarten entflechtet werden, um die Sicherheit beim Abbiegen für alle Verkehrsteilnehmer zu erhöhen.

Vorrang des fließenden Verkehrs
Im Zuge der vorbereitenden Arbeiten für die Umweltspuren am 1. Ring wurden auch die derzeitigen Markierungen und Beschilderungen überprüft. In Teilbereichen entsprechen weder die aktuell verfügbaren Breiten für den Fußverkehr den Regeln zur Sicherheit und Barrierefreiheit noch kann die Fahrbahn optimal für den fließenden Verkehr genutzt werden. Entsprechend werden an diesen Stellen die Möglichkeiten für das Parken in Parkscheinbereichen zurückgenommen. Flächen für das Bewohnerparken am 1.Ring sind davon nicht betroffen. Für die Herstellung der zuführenden Rad- und Busverbindungen aus den Seitenstraßen des 1. Rings sind in geringem Umfang weitere Umwandlungen zugunsten des fließenden Verkehrs notwendig.

Einrichtung von Ladezonen
Um die Belieferung der Geschäfte sicherzustellen und klare Kurzparkzonen für die Paketdienste zu schaffen, werden im parallelen Projekt DIGI-L – Digitale Logistik – des Tiefbau- und Vermessungsamtes gemeinsam mit den Logistikern und den Betrieben geeignete Flächen für neue Ladezonen identifiziert. Ziel ist es, die Flächen schon im laufenden Markierungsprozess auszuweisen, so dass sie am Ende der geplanten Bauzeit im Herbst 2020 entlang des gesamten Innenstadt-Rings zur Verfügung stehen.

Fertigstellung bis Herbst 2020
Die Tiefbau- und Markierungsmaßnahmen für die Umweltspuren 1. Ring sind bis Oktober 2020 geplant. Die jeweiligen Bauabschnitte werden nach den vorhandenen Ressourcen und den Verkehrsbedingungen koordiniert. Ziel ist es, die Maßnahmen möglichst schnell und mit möglichst geringer Behinderung für die Bürgerinnen und Bürger abzuschließen. Die konkreten Bauabschnitte werden zeitnah über die Presse und die Website der Landeshauptstadt Wiesbaden bekannt gegeben.
In den Sommerferien 2020 entsteht die angekündigte neue Verkehrssteuerung von der Berliner Straße und der Abraham-Lincoln-Straße in Richtung Innenstadt. Ziel ist es, nur so viel Verkehr auf den hochbelasteten 1. Ring zu lassen, wie dieser abwickeln kann. Dadurch kann der Verkehr in der Innenstadt verflüssigt werden. Gleichzeitig erhalten die Busse aus den Bürogebieten, aus Richtung Erbenheim und aus dem Main-Taunus-Kreis eine bevorzugte Einfahrt in die Innenstadt. Die Maßnahme ist im Luftreinhalteplan für Wiesbaden festgeschrieben und Teil der Projekte Digitale Verkehrssteuerung Wiesbaden (DIGI-V) und Umweltspuren 1. Ring.
Um die gewünschte Verkehrssteuerung zu erreichen, werden auf der Berliner Straße und der Abraham-Lincoln-Straße stadteinwärts je eine neue Ampel eingerichtet. Diese sollen sensitiv auf die Verkehrsmenge und die Umweltbelastung reagieren und nur eine verträgliche Anzahl an Autos auf den 1. Ring leiten, um dort die ständigen Staus zwischen Tunnel und Hauptbahnhof zu verhindern. Die neuen Ampeln ermöglichen auch eine getrennte Schaltung für Busse, die so bevorzugt und verzögerungsfrei in die Innenstadt hereingelassen werden können. Auf der Berliner Straße wird in diesem Zusammenhang zukünftig direkt nach Einfahrt in den Stadtbereich Tempo 50 gelten.

Radwege in der Abraham-Lincoln-Straße
In der Abraham-Lincoln-Straße entsteht im Zuge der Maßnahme auch die bisher fehlende Radverbindung. Um das Gesamtkonzept inklusive der Verkehrssteuerung verwirklichen zu können, wird auf der Nordseite eine breite Umweltspur, die auch die Busse beschleunigt, und auf der Südseite ein Radschutzstreifen eingerichtet. Parken wird dort dann nicht mehr möglich sein.
Kurzfristig bestehen alternative Parkmöglichkeiten an der Brita-Arena und auf dem Parkplatz an der Berliner Straße. Mittelfristig soll das geplante Großparkhaus Berliner Straße eine vierstellige Zahl an Stellplätzen für Pendler und Anwohner bereitstellen. Die Stadtverordnetenversammlung hat am 2. Juli den Grundsatzbeschluss für das Parkhaus gefasst.
Die Arbeiten werden die gesamten Sommerferien in Anspruch nehmen und können insbesondere bei der Einrichtung der neuen Ampelanlagen zu Verkehrsbehinderungen führen.

Durchgängige Markierung der Umweltspuren geht voran
Auch die durchgängige Markierung der Umweltspuren auf beiden Seiten des 1. Ring schreitet voran. Ab Montag, 13.07.2020, wird der Abschnitt von der Ringkirche bis Wallufer Straße markiert. Dabei kann es zu kurzfristigen Verkehrsbehinderungen auf dem 1. Ring/B54 kommen.

Status:

In der Umsetzung.

4 | Buslinie Nordfriedhof-Südfriedhof

Aus dem Mobilitätsleitbild:

„Insgesamt sollen mehr Tangentialverbindungen im öffentlichen Verkehrsnetz etabliert werden. Das betrifft vorrangig das Busnetz.“ (Leitbild, Seite 8)

 

Vorschlag von Facebook-User:

Eine neue Buslinie vom Nordfriedhof zum Südfriedhof

 

Status:

In der Prüfung

5 | Buslinie Südfriedhof-Bierstadt

Aus dem Mobilitätsleitbild:

„Insgesamt sollen mehr Tangentialverbindungen im öffentlichen Verkehrsnetz etabliert werden. Das betrifft vorrangig das Busnetz.“ (Leitbild, Seite 8)

 

Vorschlag von Facebook-User:

Eine Buslinie vom Südfriedhof nach Bierstadt

 

Status:

In der Prüfung

6 | Linie 27 direkt zum Hauptbahnhof

Aus dem Mobilitätsleitbild:

„Insgesamt sollen mehr Tangentialverbindungen im öffentlichen Verkehrsnetz etabliert werden. Das betrifft vorrangig das Busnetz.“ (Leitbild, Seite 8)

 

Vorschlag von Facebook-User:

Die Linie 27 soll direkt zum Bahnhof und nicht über die Innenstadt fahren

 

Status:

In der Prüfung

7 | Linie 45 über den Rhein nach Mainz

Aus dem Mobilitätsleitbild:

„Insgesamt sollen mehr Tangentialverbindungen im öffentlichen Verkehrsnetz etabliert werden. Das betrifft vorrangig das Busnetz.“ (Leitbild, Seite 8)

 

Vorschlag von Facebook-User:

Die Linie 45 über den Rhein nach Mainz führen

 

Status:

In der Prüfung

8 | Direkte Verbindung Erbenheim-Hauptbahnhof

Aus dem Mobilitätsleitbild:

„Insgesamt sollen mehr Tangentialverbindungen im öffentlichen Verkehrsnetz etabliert werden. Das betrifft vorrangig das Busnetz.“ (Leitbild, Seite 8)

 

Vorschlag von Facebook-User:

Eine direkte und schnelle Verbindung von Erbenheim zum Hauptbahnhof

 

Status:

In der Prüfung

9 | Linie 37 Erbenheim-Bierstadt

Aus dem Mobilitätsleitbild:

„Insgesamt sollen mehr Tangentialverbindungen im öffentlichen Verkehrsnetz etabliert werden. Das betrifft vorrangig das Busnetz.“ (Leitbild, Seite 8)

 

Vorschlag von Facebook-User:

Die Linie 37 müsste häufiger zwischen Erbenheim und Bierstadt fahren

 

Status:

In der Prüfung

10 | Buslinie entlang des 2. Rings

Aus dem Mobilitätsleitbild:

„Insgesamt sollen mehr Tangentialverbindungen im öffentlichen Verkehrsnetz etabliert werden. Das betrifft vorrangig das Busnetz.“ (Leitbild, Seite 8)

 

Vorschlag von Facebook-User:

Eine Buslinie entlang des 2. Rings

 

Status:

In der Prüfung