Am 27. August 2019 berichtete der „Wiesbadener Kurier“ in einem Artikel über das Thema Schadstoff-Grenzwerte.

„Ich bin optimistisch, dass wir die Schadstoff-Grenzwerte im Jahr 2020 sicher einhalten können“, blickte Verkehrs- und Umweltdezernent Andreas Kowol in einer ersten Zwischenbilanz zu den bisherigen Resultaten des umfangreichen Luftreinhalteplans optimistisch voraus. „Die Werte sind deutlich gesunken, wir erwarten im Jahresmittel für 2019 einen Stickoxid-Wert von 42 Mikrogramm.“ Die gesetzlich vorgesehene Obergrenze liegt bei 40 Mikrogramm.

Die aktuellen Wiesbadener Messergebnisse sind jederzeit online einsehbar.

Hintergrund: In einer Gerichtsverhandlung zwischen Deutscher Umwelthilfe (DUH) mit dem Verkehrsclub Deutschland (VCD) und dem Land Hessen war die hohe Stickstoffdioxidbelastung der Wiesbadener Luft Thema. Der Luftreinhalteplan der Stadt überzeugte das Gericht im Februar 2019, dass die Grenzwerte 2020 eingehalten werden könnten. „Wiesbaden war damit die erste Kommune in Deutschland, deren Rechtsstreit über Diesel-Fahrverbote mit der DUH einvernehmlich beigelegt wurde“, schreibt der „Kurier“.

„Das ist der beste Luftreinhalteplan, der uns bislang vorgelegt wurde“, so die Umwelthilfe. Die Organisation fragte bei der Stadt nach dem aktuellen Umsetzungsstand des Maßnahmenpakets. Wiesbaden lieferte die Antwort unter anderem in Form eines Ampelsystems. 44 Maßnahmen, die bereits umgesetzt wurden, sind darin grün, über 50 Maßnahmen, die auf den Weg gebracht wurden, gelb und 16 weitere Maßnahmen noch rot markiert. Grün markiert sind unter anderem die Umrüstung der alten Diesel-Busse sowie die Elektrifizierung der Flotte von ESWE Verkehr.