Prof. Dr. Andreas Knie beleuchtete in seinem Impulsvortrag die Entwicklung der KfZ-Dichte in Deutschland.

Soziologie-Professor Dr. Andreas Knie erläuterte seine These, dass Mobilität bis heute hauptsächlich auf das Auto ausgelegt ist, obwohl Deutschland erst seit den 1950er Jahren zum Autoland wurde.

Im Vergleich zu Italien und den USA, in denen das Auto ab 1910 eine wichtiger werdende Rolle in der Fortbewegung spielte, hinkte Deutschland lange hinterher. Deutschland sei zunächst keine Autonation gewesen. „Zuerst gab es die Autobahn“, dann erst sei das Privatfahrzeug zu Statussymbol und Fortbewegungsmittel Nummer eins geworden.

Für eine bundesweite Mobilitätswende seien erhebliche Gesetzesänderungen unter anderem in der Straßenverkehrsordnung notwendig, unterstrich Knie. In Wiesbaden bestehe aktuell die einmalige Gelegenheit, gemeinschaftlich zukunftsfähige Lösungen zu erarbeiten. „Seien Sie die Pioniere“, appellierte Knie an die Teilnehmer der Leitbildprozesses.