Weniger Verletzte bei Unfällen“ titelte der „Wiesbadener Kurier“ am 2. September 2019. Im Jahr 2018 wurden demnach 1434 Menschen im Wiesbadener Straßenverkehr verletzt, 139 davon schwer. Sieben Menschen kamen bei Verkehrsunfällen ums Leben.

8847 Verkehrsunfälle ereigneten sich insgesamt und damit drei Prozent weniger als 2017. Dennoch liegt die Zahl deutlich über den Werten von 2014 bis 2016. „Das könnte mit der erhöhten Verkehrsdichte in der Stadt zusammenhängen“, zitiert der „Kurier“ Polizeisprecher Markus Hoffmann. Niedriger ist auch die Zahl der Verunglückten: Die Zahl der Leichtverletzten nahm um sechs Prozent ab, die der Schwerverletzten um fünf Prozent.

Hauptursachen bei Unfällen mit Verletzten sind laut Wiesbadener Polizeistatistik vor allem missachtete Vorfahrt, zu geringer Abstand zwischen Verkehrsteilnehmern, falsches Verhalten gegenüber Fußgängern und Vorfälle während des Abbiegens. „Den Unfällen unter Einfluss berauschender Mittel kommt eine besondere Bedeutung zu, hier wird auch künftig weiterhin der Fokus der Polizeidienststellen im Stadtgebiet liegen“, erklärte Hoffmann. Bei den 181 Unfällen, bei denen im vergangenen Jahr Alkohol- oder Drogenkonsum eine Rolle spielte, seien 16 Menschen schwer und 36 leicht verletzt wurden.

Zu Unfällen kam es am häufigsten auf den großen Straßen wie den beiden Ringen und an Kreuzungen. Aber auch auf der Schiersteiner Straße, der Biebricher Allee, der Dotzheimer Straße oder Rheinstraße ist das Unfallrisiko besonders hoch.